Deutscher Alpenverein

Prager Hütte: Hoch hinaus ohne Flugreise

Hier auf knapp 2.800 Metern ist das Panorama wild und eindrücklich. Das graue Gestein bildet starke Schultern, auf denen sich imposante Gipfel auftürmen. Schneebedeckt ragen sie in den blauen Himmel. Der Gletscher zieht sich wie ein Band den Berg hinab ins Tal, er ist zum Greifen nah. Vom „Dach Österreichs“ sprechen sie hier. Und sozusagen am Dachsims liegt die „Neue Prager Hütte“. Das Haus des Deutschen Alpenvereins (DAV) hat Tradition. Ihren Bau hatte Johann Stüdl aus Prag angestoßen, einer der Gründerväter des DAV. Vor über 100 Jahren waren die Stützpunkte wichtig zur Erschließung der Berge. Auch heute noch sind die
über 300 DAV-Hütten Ziele für Bergsteiger und Wanderer.

„Wir fördern nachhaltigen Tourismus und bieten ein möglichst ursprüngliches Hüttenerlebnis. Der Betrieb der Neuen Prager Hütte ist so ökologisch wie möglich“, sagt Thomas Bucher vom DAV. Die Hütte steht unter Denkmalschutz, innen erwarten die Gäste gemütliche, holzvertäfelte Gaststuben und Schlafräume. Trotzdem hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Rund 1,6 Millionen Euro — mitfinanziert von der GLS Bank — viel Schweiß und Herzblut flossen in die Sanierung. Die Wasserversorgung wurde ausgetauscht, das Dach neu gedeckt, Solarzellen installiert. Viele Fugen, in denen Witterung und Frost ihre Spuren hinterlassen hatten, sind ausgebessert. Einfach war das nicht. In dieser Höhe kann nur wenige Monate im Jahr gebaut werden.
Nun lässt sich dort umso schöner verweilen. Die Augen bewundern die Umgebung. Man mag an Goethe denken: „Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler.“

Text: Julian Mertens

Foto: Archiv Deutscher Alpenverein

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