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Junge Deutsche Philharmonie

Demokratisch musizieren

Im Großen Saal des Dr. Hoch´s Konservatoriums in Frankfurt herrscht konzentrierte Stille. 86 junge Musiker*innen der Jungen Deutschen Philharmonie warten auf ihren Einsatz. Auf dem Podest: der Erste Dirigent und Künstlerische Berater Jonathan Nott. Innerhalb von zehn Tagen studiert das Orchester das Programm für seine zweiwöchige Herbsttournee durch Südamerika ein.

„Gipfeltreffen der Titanen“ heißt das Programm. Die 18- bis 28-jährigen Orchestermitglieder spielen die Sinfonie Nr. 4 von Johannes Brahms und die Sinfonie Nr. 1 (Titan) von Gustav Mahler. Für Nott sind die Werke dieser Komponisten „Weltkulturerbe“. Darum möchte die Junge Deutsche Philharmonie diese Musik bei ihrer Konzertreise in einen anderen Kulturkreis tragen.

„Musiker sind wir, weil wir menschliche Ideen, Farben und Emotionen in Klang umsetzen möchten.“ Jonathan Nott

Gleichzeitig will Nott den Orchestermitgliedern Erlebnisse verschaffen, die ihr Leben bereichern. „Zum Beispiel, indem sie sich an anderen, unvertrauten Orten mit Menschen in Verbindung setzen müssen.“

Was sind das für junge Leute, die bis zu sechs, manchmal sogar acht Stunden täglich üben und neben ihrem Studium an mindestens zwei Projekten im Jahr teilnehmen? Eigentlich ganz normale Studierende. Wobei, so normal sind sie dann doch nicht, immerhin zählen sie zu den besten Nachwuchsmusiker*innen an den deutschsprachigen Musikhochschulen. Die Junge Deutsche Philharmonie ist ein international bekanntes Spitzenorchester.

Bevor er das ganze Stück probt, lässt Nott erst einmal Streicher*innen, Holzbläser*innen und Blechbläser*innen einzelne Teile üben, oft nur wenige Takte. Im Staccato kommentiert, singt, beschreibt er, gestenreich untermalt, wie er sich die passende Spielweise vorstellt. Die übrigen Orchestermitglieder verhalten sich still, notieren allenfalls etwas in ihre Noten.

Die Junge Deutsche Philharmonie wurde von engagierten Musiker*innen gegründet, die mit 18 Jahren die Zeit im Bundesjugendorchester hinter sich hatten und ein neues Projekt suchten. Sitz der Geschäftsstelle ist im Frankfurter Ostend. Die Musiker*innen reisen aus ganz Deutschland an. Anders als andere Orchester bestimmen sie alles selbst: die Wahl ihres Dirigenten, die Programmplanung, die Fort- und Weiterbildung. Konzerte und die notwendigen Proben werden finanziell durch öffentliche Mittel, zahlreiche Stiftungen und Sponsoren aus der Wirtschaft ermöglicht.

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Stand: September 2018

Fotos: JDPH/Achim Reissner

 

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