Aktive Schule Köln

Lernen kann nur, wer glücklich ist

„Das Wichtigste an uns? Wir sind eine Schule für alle Kinder mit zukunftsweisendem pädagogischen Konzept“, beschreibt Geschäftsführerin Corinna Thierhoff die Aktive Schule Köln kurz und knackig. Die ASK öffnete 2009 ihre Türen und wurde von Beginn an durch die GLS Bank als Finanzierungspartner begleitet.

Durch die Sonderpädagogin Petra Aubart hatte man das Thema der Inklusion im Gründungsteam aus engagierten Eltern und Pädagogen schon im Blick, bevor es in die politische Debatte aufgenommen wurde. Aber nicht nur das unterscheidet die ASK von anderen Schulen. „Auf den ersten Blick erkennt man das an den Dingen, die es nicht gibt“, erklärt die Geschäftsführerin und ergänzt. „zum Beispiel keinen Stundenplan, keinen Pausengong, keine Klassenarbeiten, keinen Stress.“ Die Kinder lernen jahrgangsübergreifend und können individuell ihr Lerntempo bestimmen. Ihren Fortschritt dokumentieren sie in Lerntagebüchern und Studienbüchern, können so selbstbestimmt und angstfrei ihren Lernweg bestreiten und ihre Neugier stillen. An der ASK sind alle überzeugt: Lernen kann nur, wer glücklich ist. Und dafür sollen alle Parameter stimmen. Ob es um die Bewegungsfreiheit oder um angemessene Räumlichkeiten geht.

Dass diese Art des freien Lernens auch nach konventionellen Messmethoden funktionieren kann, zeigt der Praxistest: „Da wir noch keine Genehmigung für die Sekundarstufe hatten, musste meine ältere Tochter für ein Jahr auf ein normales Gymnasium und hat dort prima Noten gehabt. Aber sie ist sehr froh, dass sie jetzt wieder an der ASK ist “, schmunzelt Corinna Thierhoff. Denn ab Sommer 2013 wurde die ASK erweitert, zum Grundschulangebot gibt es mittlerweile die Sekundarstufe I.

Frau Thierhoff lernte 2006 Petra Aubart und Hartmut Dziedo und ihre Idee der Schulgründung kennen – und war sofort Feuer und Flamme. „Eine Schule zu gründen ist reichlich nervenaufreibend, das können Sie mir glauben“, gibt Corinna Thierhoff zu Protokoll. „Ihr seid aber mutig – meinst Du, das klappt?“, war die typische Reaktion, wenn sie von dem Projekt erzählte. Doch das schreckte das Gründungsteam nicht ab. Als Finanzinstitut war die GLS Bank von Anfang an mit im Boot. Nach über drei Jahren Vorarbeit konnte die Aktive Schule Köln 2009 ihre Türen für 26 Kinder im Grundschulalter öffnen. „Das war ein toller Moment, nach all der Arbeit zu sehen: Jetzt steht hier ein Haus und da gehen Kinder rein“, erinnert sich Thierhoff.

Mit dem Ausbau für die Sekundarstufe I wächst die ASK noch weiter, im Endausbau ist sie für etwa 190 Kinder ausgelegt. Das scheint klein, ist aber Absicht. Denn die Schule möchte weiterhin familiär und überschaubar bleiben.

Fotos:  Aktive Schule Köln

Zur Homepage der ASK geht es hier: http://www.aktive-schule-koeln.de/