EmpCo-Richtline: GLS Bank begrüßt strengere Regeln gegen Greenwashing und warnt vor „Green Hushing“
Bochum, 25.09.2026. Nachhaltigkeitsversprechen müssen nachvollziehbar und belegbar sein. Die GLS Bank begrüßt die neuen Anforderungen der EU an Umweltaussagen und fordert mehr.
Mit der EmpCo-Richtline will die EU Verbraucher*innen besser vor irreführenden Umweltversprechen schützen. Unternehmen, die mit Begriffen wie „grün“, „klimafreundlich“ oder „klimaneutral“ werben, müssen solche Aussagen ab dem kommenden Sonntag konkret und unmittelbar nachweisen.
„Die Empco spielt eine zentrale Rolle für Verbraucherschutz in der Prävention von Greenwashing. Wir unterstützen Ansätze zu mehr Glaubwürdigkeit, insbesondere wenn es um konkrete Nachhaltigkeitsleistungen und Ziele geht“, sagt Michael Ahlers, Vorstand der GLS Bank.
Gleichzeitig dürfen strengere Anforderungen in der Kommunikation nicht dazu führen, dass Unternehmen aus Sorge vor Fehlern auf Aussagen zu ihrer Nachhaltigkeitsleistung verzichten.
„Während Berichtspflichten zuletzt geschwächt wurden, werden strengere Vorgaben für die Kommunikation von Nachhaltigkeitsleistungen angesetzt. Wer nachhaltig wirtschaftet und es kommuniziert, muss immer aufwendiger belegen, was er tut. Wer schädlich wirtschaftet, bleibt in manchen Bereichen weiterhin deutlich weniger sichtbar“, sagt Michael Ahlers, Vorstand der GLS Bank.
Die Folge: immer mehr Unternehmen könnten aus Vorsicht ganz drauf verzichten, über ihre Nachhaltigkeitsleistungen zu berichten – ein Phänomen, das unter dem Begriff „Green Hushing“ bekannt ist. Statt Greenwashing wirksam zu verhindern, riskiere die Richtlinie damit einen neuen Effekt: Unternehmen tauchen ab, statt sich zu erklären.
Transparente Berichterstattung als Grundlage
Aus Sicht der GLS Bank müssen Nachhaltigkeitskommunikation und Nachhaltigkeitsberichterstattung daher zusammengedacht werden. Nur wenn Unternehmen ihre Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft systematisch erfassen, können sie Verbesserungsbedarf erkennen, Ziele formulieren und Fortschritte nachvollziehbar machen.
Die GLS Bank veröffentlicht bereits seit 2015 jährlich einen ausführlichen Nachhaltigkeitsbericht. Für das Bochumer Institut ist daher klar: Die EmpCo-Richtline ist ein wichtiger Schritt für mehr Verbraucherschutz und gegen Greenwashing. Gleichzeitig braucht es verbindliche, nachvollziehbare und vergleichbare Informationen über die tatsächliche Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen.