
Deutsche Umwelthilfe
Geschäftsführer Jürgen Resch sagt, was ihm die Kraft zum Weitermachen gibt.
Stand: Juni 2026
Die DUH kämpft für Klima- und Umweltschutz, auch vor Gericht. Wie schöpfen Sie Mut und Zuversicht dafür?
Vor Gericht zählen Fakten und bestehende Rechtsnormen – nicht das Recht des Stärkeren. Wir bereiten uns gut auf unsere Verfahren vor und haben sehr kompetente Anwältinnen und Anwälte an unserer Seite. So haben wir etwa von den mehr als 40 Verfahren für saubere Luft kein einziges verloren. Gleichwohl erleben wir im Umfeld der Verfahren, dass sich die im Fokus stehenden Unternehmen, aber auch Teile der konservativen Parteien, intensiv darum bemühen, uns Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Es wird etwa versucht, uns an der Veröffentlichung brisanter Daten zu hindern oder unsere Gemeinnützigkeit in Frage zu stellen. Doch auch hier können wir auf die Unabhängigkeit der Gerichte zählen – und auf die zahllosen Unterstützerinnen und Unterstützer, die uns zum Beispiel als Klimaklagen-Patinnen und -Paten zur Seite stehen. Der wachsende Rückhalt aus der Zivilgesellschaft macht uns Mut und bestärkt uns darin, diesen Weg weiter zu beschreiten.
Die DUH war kürzlich erfolgreich vor dem Bundesverwaltungsgericht: Die Bundesregierung muss ihr Klimaschutzprogramm justieren. Hilft nur noch der Rechtsweg?
Den Rechtsweg zu beschreiten, ist eine der letzten Möglichkeiten, die wir haben, um politische Prozesse für mehr Klimaschutz als Zivilgesellschaft voranzubringen. Zuvor kommt der Austausch mit den politischen Verantwortlichen, mit der Öffentlichkeit, die Beantragung der Umsetzung und Einhaltung geltenden Rechts. Wir wählen den Rechtsweg nur dann, wenn wir sehen, dass die Bundesregierung trotz der politischen Auseinandersetzung nicht bereit ist, ihre eigenen Gesetze zu befolgen.
Der Druck auf NGOs wächst. Wie wichtig ist es, sich mit anderen Akteuren zusammenzutun?
Als DUH haben wir schon immer starke Bündnisse geschätzt, Beispiele sind Initiativen wie Kein Diesel ohne Filter, Tempolimit, böllerciao oder Mieterschutzbund. Natürlich hat die DUH eigene Themenschwerpunkte, mit denen wir uns von anderen Akteuren unterscheiden, und unsere Forderungen sind markant. Dass aber unter den Verbänden absolute Solidarität besteht, wenn es beispielsweise um die Gefährdung zivilgesellschaftlicher Strukturen geht, ist unstrittig. Dazu engagieren wir uns in mehreren Dachverbänden, national wie auf EU-Ebene (DNR, T&E, EEB, CAN Europa). Und natürlich stehe ich auch innerhalb der DUH nicht als Einzelkämpfer da, sondern agiere Hand in Hand mit der weiteren Bundesgeschäftsführung Barbara Metz und Sascha Müller-Kraenner.
Das vollständige Interview lesen im Blogbeitrag
© Foto: Stefan Wieland
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