25.03.2026

Lockerung bei Gentechnik ablehnen! Schreib Deinen EU-Abgeordneten.

In der EU gelten strenge Gentechnik-Regeln: Alle gentechnisch veränderten Organismen müssen auf Risiken geprüft, gekennzeichnet und rückverfolgbar sein. Noch.

Denn Mitte Mai (neu: Mitte Juni, siehe Update unten auf der Seite) soll das EU-Parlament über den Vorschlag abstimmen, Pflanzen aus neuen Gentechnikverfahren wie zum Beispiel die “Genschere” CRISPR/Cas, von diesen Regeln auszunehmen. Risikoprüfung, Rückverfolgbarkeit und Verbraucherkennzeichnung sollen für solche Pflanzen komplett wegfallen.

Wenn die EU-Abgeordneten diesem Vorschlag zustimmen, kann “100 % gentechnikfrei” nicht mehr gewährleistet werden. Denn wer könnte kontrollieren, ob nicht doch Samen von CRISPR-Pflanzen auf ökologisch bewirtschafteten Äckern landet? Öko-Landwirte und Verbraucher*innen hätten durch die Lockerung enorme Nachteile.

Bei der GLS Bank ist “Gentechnik in der Landwirtschaft” ein Ausschlusskriterium für Kredite und Investitionen.

Schreib Deinen EU-Abgeordneten

Noch kannst Du gegen die Lockerung der Gentechnik-Regeln protestieren. Wie? Indem Du Deinen EU-Abgeordneten schreibst und sie aufforderst, das Vorsorgeprinzip und die Verbraucherkennzeichnung beizubehalten. Das geht ganz einfach mit der Kampagne von Save Our Seeds auf der Webseite der Zukunftsstiftung Landwirtschaft

Gut zu wissen

Im GLS Bank Magazin erläutert Franziska Achterberg, Leiterin Politik bei Save Our Seeds, warum eine gentechnikfreie Landwirtschaft und Ernährung so wichtig ist und wie öffentlicher Druck politische Entscheidungen beeinflussen kann. 

Zum GLS Bank Magazin

Update 

12.05.2026: Anfang Mai sollte der Ausschuss für Umweltfragen des EU-Parlaments (ENVI) als vorletzte Instanz die geplante Deregulierung der Gentechnik (Trilog-Beschluss) abnicken. Da jedoch über 30 Änderungsanträge gestellt wurden, musste die Abstimmung auf Anfang Juni verschoben  werden. Die finale Abstimmung im EU-Parlament ist jetzt für Mitte Juni angesetzt.

Zeitgleich wächst der Druck auf die EU-Abgeordneten. Bereits über 150.000 Menschen haben eine E-Mail an die EU-Abgeordneten geschrieben und fordern, dass sie auch in Zukunft wissen wollen, was in unserem Essen ist. Dies fordert auch ein breites Bündnis aus der Bio-Branche genauso wie 376 Unternehmen aus der Lebensmittelbranche.

 Schreib auch Du Deinen EU-Abgeordneten!