Keine Gentechnik durch die Hintertür!
Bisher können wir beim Kauf sehen, ob ein Produkt mithilfe von Gentechnik hergestellt wurde. Jetzt steht aber auf der Kippe, ob gentechnisch veränderte Lebensmittel künftig noch erkennbar sein werden. Die EU plant, dass Pflanzen, die mit neuen gentechnischen Verfahren wie z. B. der Genschere CRISPR zukünftig ohne Kennzeichnung vermarketet werden können sollen. Nur das EU-Parlament hat 2024 bisher für eine Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von allen Gentechnikprodukten gestimmt. Im EU-Ministerrat gibt es bisher keine Mehrheit.
Grüne Gentechnik verspricht höhere Ernten und widerstandfähigere Feldpflanzen, weniger Pestizide und Lösungen für den Anbau in der Klimakrise. Leider sind das zum Teil leere Versprechungen. Und: gentechnisch verändertes Saatgut macht weltweit Bäuerinnen und Bauern von den wenigen mächtigen Herstellern abhängig.
Lebens- und Futtermittel, die gentechnisch veränderte Organismen (GVO) enthalten, aus ihnen bestehen oder hergestellt wurden, müssen seit 2004 aufgrund des europäischen Gentechnikrechts, (Verordnung (EG) Nr. 1829/2003), EU-weit gekennzeichnet werden. Das soll so bleiben!
Aufruf zur Kennzeichnung von Gentechnik
Wenn Du auch weiterhin lieber wissen willst, was auf Deinem Teller landet, unterstütze den Aufruf der Initiative "Save our Seeds" der Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Sie setzt sich genau dafür ein. Fordere von den EU-Abgeordneten, sich für die weitere Kennzeichnungspflicht einzusetzen.