08.09.2026

Gegen Diskriminierung: GLS Bank wird Teil der Bochumer Initiative „Besser miteinander“

Bochum, 08.09.2026. Mit ihrem Beitritt zur Initiative „Besser miteinander“ positioniert sich die GLS Bank klar gegen Diskriminierung und für gesellschaftliche Vielfalt. Die Bank mit Hauptsitz in Bochum verdeutlicht damit ihre Haltung für ein respektvolles und demokratisches Miteinander.

  • Mit konkreten Maßnahmen wie inklusiven Bewerbungsprozessen, barrierefreiem Umbau und Angeboten zu Vielfalt und mentaler Gesundheit fördert die Bank aktiv Chancengleichheit und Teilhabe.
  • In Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung unterstreicht die GLS Bank ihre Haltung für demokratische Werte, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander

Heute haben die Vorstände der GLS Bank die Charta der Initiative „Besser miteinander – Bochumer Arbeitgebende gegen Diskriminierung“ unterzeichnet. Damit wächst das Netzwerk von Unternehmen und Institutionen, die sich gemeinsam mit der Stadt Bochum für ein diskriminierungsfreies Arbeits- und Ausbildungsumfeld einsetzen. Mittlerweile sind darin etwa 30 Unternehmen mit insgesamt 20.000 Arbeitnehmer*innen vertreten.

Dirk Kannacher, Mitglied des Vorstands der GLS Bank und verantwortlich für die Abteilung Menschen und Wertekultur, sagt: „Wir wollen, dass sich alle Menschen bei uns gleichermaßen wohl und willkommen fühlen. Der Beitritt zu ‚Besser miteinander‛ ist für uns ein konsequenter Schritt. Vielfalt entsteht nicht allein durch gute Absichten. Sie braucht Strukturen, Aufmerksamkeit und den gemeinsamen Willen, Barrieren abzubauen.”

Die sozial-ökologische GLS Bank hat in diesem Bereich bereits verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehören inklusive Bewerbungsprozesse, flexible Arbeitsmodelle, der schrittweise barrierefreie Umbau von Innenräumen sowie Kooperationen mit externen Partnern.

Seit 2024 arbeitet die Bank unter anderem mit einer Partnerorganisation zusammen, um Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Hinzu kommen Angebote zu Themen wie unbewusste Vorurteile, inklusive Sprache und mentale Gesundheit.

Aus der Belegschaft heraus gibt es zudem Initiativen, die queeren Perspektiven Raum geben oder sich mit Alltagsrassismus und Gewalt gegen Frauen beschäftigen. Gleichberechtigung spiegelt sich auch in den Kennzahlen der GLS Bank wider: In der zweiten und dritten Führungsebene liegt der Frauenanteil (Stand: 31.12.2025) bei 55,8 Prozent. Der unbereinigte Gender Pay Gap liegt bei 5,5 Prozent. Im Sinne einer fairen Einkommensverteilung hat sich die GLS Bank eine maximale Lohnspanne von Faktor 8 zum Ziel gesetzt. Das heißt: Das höchste und das niedrigste bankübliche Gehalt dürfen maximal um den Faktor 8 auseinanderliegen. Zuletzt lag dieser Faktor bei 6,3 – in deutschen Großbanken liegt er üblicherweise zwischen 80 und 100.

Der Beitritt zur Bochumer Initiative erfolgt in einer Zeit, in der demokratische Werte und gesellschaftliche Vielfalt unter Druck geraten. Nach dem Wahlsieg der gesichert rechtsextremen AfD in Sachsen-Anhalt sagte GLS Bank Vorständin Aysel Osmanoglu: „Die freie und vielfältige Gesellschaft ist das Fundament für ein gutes Leben und eine zukunftsfähige Wirtschaft. Das ist eine Aufgabe für alle, die unsere demokratischen Werte teilen.”

Der Beitritt ist auch ein Zeichen, das über Bochum hinaus strahlt: Für eine Arbeitswelt, in der Menschen geschützt und in ihrer Unterschiedlichkeit anerkannt werden. „Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung ist es wichtig, Verantwortung zu übernehmen und klar Haltung zu zeigen. Gegen Diskriminierung und für ein respektvolles Miteinander", sagt Kannacher.