Demonstrierende Frauen: für Gleichberechtigung, gegen Frauenfeindlichkeit und Sexismus

Meldestelle Antifeminismus der Amadeu Antonio Stiftung

Antifeministische Vorfälle dokumentieren

Die Amadeu Antonio Stiftung arbeitet seit ihrer Gründung 1998 daran, eine demokratische Zivilgesellschaft zu stärken, die sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet. Die Stiftung unterstützt Initiativen und Projekte, die sich für eine demokratische Kultur einsetzen und für den Schutz von Minderheiten engagieren. Sie schafft  Aufmerksamkeit für engagierte Menschen vor Ort und setzt das Thema Rechtsextremismus dauerhaft auf die Tagesordnung von Politik und Gesellschaft.

Im Februar dieses Jahres startete die Meldestelle Antifeminismus. Seither gehen dort jede Woche zwischen 100 und 200 Meldungen ein. Von den Medien wird die Meldestelle kritisch beäugt.

Wie zeigt sich Antifeminismus? Was sind die Ursachen dafür? Was können Betroffene tun? Darüber sprachen wir mit Judith Rahner. Sie ist Leiterin der Meldestelle Antifeminismus. 

Was ist Antifeminismus?

Judith Rahner: Antifeminismus beschreibt eine Weltanschauung. Zumeist handelt es sich um organisierten Widerstand, zum Teil um Einstellungen und Verhaltensweisen. Antifeminismus richtet sich gegen die Umsetzung von Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit, gegen Selbstbestimmung, gegen feministische Anliegen überhaupt oder gegen die Beseitigung von Sexismus. Es gibt ihn, seitdem Frauen versuchen sich zu emanzipieren. Heute steht Gender im Mittelpunkt antifeministischer Angriffe.

Welche Ziele hat die Meldestelle Antifeminismus?

Judith Rahner: Bisher gibt es keine systematische Erfassung von antifeministischen Angriffen, Bedrohungen oder Diffamierungen. Mit der Meldestelle wollen wir Licht ins Dunkel bringen: Wie sieht Antifeminismus aus? Wo findet er statt? Wen betrifft er? Wir wollen der Öffentlichkeit zeigen, welch’ eine hässliche Fratze Antifeminismus im Alltag für viele Betroffene hat. Bis zum Ende dieses Jahres möchten wir ein genaueres Lagebild erstellen. Wir hoffen, dass wir damit bei der Politik und bei Sicherheitsbehörden Gehör finden und diese die Betroffenen besser schützen.

Seit vielen Jahren beraten wir außerdem Gleichstellungsbeauftragte und Organisationen, die zu Vielfaltspädagogik arbeiten. Sie werden immer wieder bedroht. Und natürlich beraten wir Einzelpersonen, die akut in einer schlimmen Situation sind.

Wie finanziert sich die Meldestelle?

Judith Rahner: Die Meldestelle gehört zum Projekt „Antifeminismus begegnen – Demokratie stärken“. Projektpartner sind die Amadeu Antonio Stiftung, das Gunda Werner Institut und Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. Seit Ende 2021 wird das Projekt vom Bundesfamilienministerium finanziert.

Das ganze Interview mit Judith Rahner lesen Sie in unserem Blog.

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