Wandern für ein besseres Wir - Spendenaktion für die Gemeinde in Selenkay in Kenia

Auch in diesem Jahr stellen sich Menschen aus der GLS-Gemeinschaft der Herausforderung einer 24-Stunden-Wanderung und sammeln Spenden für die Gemeinde in Selenkay, Kenia. Die Schuhe sind eingelaufen und die nächsten Kilometer „für ein besseres Wir“ liegen auf zwei tollen Bergstrecken:

Die erste Wanderung findet vom 30. Juli bis 01. August 2021 in Wernigerode im Harz statt. Hier müssen 68 Kilometer und rund 2.150 Höhenmeter bezwungen werden. Auf der zweiten Wanderung vom 24. bis 26. September 2021 im schweizerischen Davos werden 55 Kilometer und rund 3.120 Höhenmeter zurückgelegt.

Der Ort Selenkay im Südwesten Kenias ist traditionell Massai-Gebiet. Die Massai-Gemeinde lebt von der Viehzucht. Aufgrund der Covid-19 Pandemie sind die Viehmärkte seit Monaten geschlossen und die Massai haben keine Möglichkeiten, Einkommen zu erzielen. Rund 120 Familien sowie das Lehrpersonal der Schule sind somit besonders auf Unterstützung angewiesen. Deshalb ist das Ziel beider Wanderungen insgesamt 15.000 Euro für Nothilfe für Selenkay zu erlaufen. Mit diesen Spenden können wir über 100 Großfamilien mit Corona-Nothilfepaketen, bestehend aus Nahrungsmitteln, antibakterieller Seife sowie Gesichtsmasken, für einen Monat versorgen.

Wir wandern daher gemeinsam, um die Gemeinde in Selenkay zu unterstützen und 15.000 € für Nothilfe in Selenkay zu erlaufen!


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Mit der Wanderung wollen wir die Gemeinde in Selenkay unterstützen, der Bedarf an weiteren Nothilfsaktionen bleibt sehr groß.
 

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Warum wir wandern

Die Situation in Selenkay

Der Ort Selenkay im Südwesten Kenias ist traditionell Massai-Gebiet. Eine Infrastruktur mit Kindergarten, Schule oder Gesundheitsstation gab es in dieser Gegend vor Projektstart nicht. 2016 konnten die ersten Grundschulgebäude eingeweiht werden. Mehr zum Projekt der Zukunftsstiftung Entwicklung.

Das Jahr 2020 war ein besonders schwieriges für die Gemeinde rund um Selenkay. Der erste Lockdown in Kenia trat am 15. März 2021 in Kraft. Dieser war für die Schulen und weiterbildenden Institute äußerst streng. Da sie den Betrieb erst wieder Anfang 2021 aufnehmen durften, gilt das vergangene Jahr bildungstechnisch als verlorenes Jahr. Auch die Schüler*innen der Naretoi Primary School haben in dieser gesamten Zeit daher keinen Unterricht erhalten. Um die Familien der Schüler*innen in dieser Zeit zumindest ein wenig zu unterstützen, haben sie die Nahrungsmittel erhalten, die die Kinder sonst in der Schule erhalten hätten. Darüber hinaus wurden die Gehälter der Lehrer*innen bezahlt, damit sie ihre eigenen Familien versorgen konnten.

Trotz aller Schwierigkeiten gibt es durchaus auch erfreuliche Nachrichten: Im letzten Jahr konnten zwei neue Gebäude auf dem Schulgelände fertiggestellt werden: Das dritte Klassenraumgebäude - bestehend aus zwei Klassenzimmern - sowie das erste Lehrer*innenhaus. Mit der Fertigstellung des Lehrer*innenhaus können nun zwei Lehrer*innen ganzjährig vor Ort wohnen. In der Regensaison wurde ihnen häufig der Weg zur Schule von saisonalen Flussläufen versperrt, sodass der Unterricht ausfallen musste. Auf diese Weise kann nun garantiert werden, dass die Schüler*innen auch während dieser Saison den Schulunterricht wie gewohnt wahrnehmen können.

Nichtsdestotrotz treffen die Auswirkungen der Corona-Pandemie die Gemeinde in Selenkay weiterhin extrem hart. In 2020 wurden drei Nothilfsaktionen organisiert, um den Familien unter die Arme zu greifen, die besonders auf Unterstützung angewiesen waren. Dabei erhielten 120 Familien Nahrungsmittelpakete, Flüssigseife und Gesichtsmasken und sie wurden über den Corona-Virus sowie Schutzmaßnahmen informiert. Der Bedarf an weiteren Nothilfsaktionen bleibt weiterhin sehr groß.
 

 

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Über die Zukunftsstiftung Entwicklung

Die Zukunftsstiftung Entwicklung unterstützt Menschen in ihrem Handeln für eine ethische, ökologische und soziale Welt. In einer dialogisch angelegten Kooperation fördert sie zurzeit 77 Projekte in 18 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika. Förderschwerpunkte der Stiftung sind organischer Landbau, ganzheitliche Gesundheitsförderung, emanzipatorische Bildung, Menschen- und Umweltrechte, Förderung von Kleingewerbe sowie Einsatz regenerativer Energien.

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Die Zukunftsstiftung Entwicklung hat sich in gemeinsamer Arbeit mit ihren Projektpartnern eine fundierte Kenntnis über die Ursachen von Armut, Hunger und Not und die zugrundeliegenden naturbedingten und sozioökonomischen Zusammenhänge weltweit erarbeitet.

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