Mitgliedergeschichte von Sarah Wiener

Sarah Wiener

"Wir sind Mitglied [...], weil das die logische Folge unseres Denkens und Handelns ist."

Sarah Wiener Fernsehköchin

Mitglied bei der GLS Bank zu sein macht Sinn. Warum, erfahren Sie im Interview mit Sarah Wiener.  Sie stammt aus Österreich, ist Unternehmerin, Fernsehköchin und Buchautorin. 2005 gründete sie die Sarah Wiener Stiftung, um Kindern gesundes Essen näher zu bringen.

Warum sind Sie GLS Mitglied geworden?

Sarah Wiener: Wir sind Mitglied in der GLS Bank, weil das die logische Folge unseres Denkens und Handelns ist.

Welche Bedeutung hat für Sie das Kochen?

Sarah Wiener: Für mich war Kochen immer etwas, was mir große Befriedigung verschafft hat. Was kreativ ist, was haptisch ist, was gut riecht, wo man viel positives Feedback bekommt. Ich habe nicht gekocht, weil ich einen intellektuellen Anspruch hatte, sondern weil ich intuitiv etwas machen wollte, was mir Spaß macht, was mich und Andere befriedigt und nicht nur meinen Körper, sondern auch meinen Geist und meine Seele nährt. Das war der Grund, warum ich zu kochen angefangen habe.

In einem Ihrer Bücher haben Sie gesagt, dass Kochen auch bedeutet, Verantwortung zu übernehmen?

Sarah Wiener: Kochen ist sehr vielfältig und so auch die damit verbundene Verantwortung. Zum einen ist es natürlich das Unmittelbare: Wie ernähre ich meinen Körper? Was mute ich ihm zu? Zum anderen muss ich mich fragen: Was mute ich der Natur, der Umwelt, den Nutztieren zu? Wir haben immer gedacht, so etwas Persönliches, Intimes wie Kochen zu Hause geht nur mich selber etwas an. Heute wissen wir, dass das nicht so ist. Dass unsere Entscheidung, was in die Pfanne kommt, was wir wegschmeißen oder wo wir Einkaufen, Auswirkungen bis in die hintersten Andentäler hat. Natürlich ist das mühsam, aber diese Verantwortung wird nicht verschwinden, nur weil wir die Augen davor schließen.

Auf Ihrer Internetseite legen Sie die sozial-ökologischen Anlagekriterien für das Stiftungskapital offen. Wie wichtig ist es Ihnen, dass das Geld sinnstiftend investiert ist?

Sarah Wiener: Nachhaltigkeit hört nicht beim Tellerrand auf und auch nicht beim Samenkorn. Ein wesentlicher Teil sind auch die Banken und die Investitionen. Für uns war das gar keine Frage. Genauso wie wir z. B. bei unserem Bürobedarf nachhaltig einkaufen oder unsere eigenen alten Gemüsesorten vor Berlin anbauen. Insofern sind wir sehr froh, dass es eine werteorientierte Bank gibt. Wenn es die GLS Bank nicht geben würde, dann müsste man sie sofort gründen.

Das Interview führte Eva Schneeweiss, Chefredakteurin des Bankspiegels.

Mehr über die Arbeit der Sarah Wiener Stiftung erfahren Sie im Bericht über die Stiftung auf unserem GLS Spendenportal.

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