Bildung & Kultur: amares Naturkindergarten


amares Naturkindergarten

amares Naturkindergarten - jeden Tag die Welt entdecken

Manchmal muss man um die halbe Welt reisen, ehe etwas Gutes entstehen kann. Und dann reicht bereits ein Funke - und etwas Neues beginnt. Die  Argentinierin Vanda Perez Bessone aus Buenos Aires hat sich für eine Studienfahrt der Uni Köln angemeldet, es soll nach Italien gehen, u. a. will man eine von der UNESCO ausgezeichnete Kita besuchen. Mit auf der Reise ist Pina Gliozzo aus Cesaró, einem Bergdorf in Sizilien.

Der Traum von einer Kita am Wald

Die beiden unterhalten sich: über die Pädagogik dieser Kita, über die Ideen Rudolph Steiners und Maria Montessoris, über die Bedeutung der Natur für Kinder. Eigentlich, sagen sie sich immer wieder, müsste es doch so etwas geben, eine Traumkita, einen Ort der Kindheit, an dem Kinder die Natur entdecken und erleben können, forschen, träumen,gestalten. „Wir wollten besondere Plätze schaffen, nahe am Wald“, erzählt Pina heute. „Keine Schaufensterkita in ehemaligen Ladenflächen ohne Außengelände.“

Es geht los - mit der GLS Bank

Ende 2006 finden die zwei tatsächlich ein passendes Häuschen am Stadtwald in Köln und gründen den amares Naturkindergarten. Die GLS Bank gibt amares Bürgschaftskredite. „Ohne diese Form der Finanzierung gäbe es amares nicht! Wir hatten ja nichts. Und von nichts kommt normalerweise ja nichts …“, sagt Vanda und lacht. Die Kita wird also ausgebaut, Ende 2007 jagen die ersten vier Kleinkinder übers Gelände. Nach eineinhalb Jahren entsteht eine zweite Gruppe für die älteren, also die Drei- bis Sechsjährigen — und die GLS Bank finanziert
dafür den Umbau auf dem Gelände. Das Konzept hat großen Erfolg, die Nachfrage nach Plätzen steigt, Pina und Vanda kaufen 2014 wieder mithilfe der GLS Bank eine Immobilie für den zweiten Naturkindergarten, direkt am Fühlinger See, im Norden der Domstadt. Noch so ein Ort für eine gute Kindheit - verwunschen, umgeben von Tieren, Sträuchern, Abenteuern. Die Reise um die halbe Welt hat sich gelohnt, für Pina, für Vanda - und natürlich für die Kinder von Köln.

Stand: Mai 2014

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Foto: Hendrik Rauch

Der Westdeutsche Rundfunk hat in seiner Sendung "Hier und Heute" am 8. Juli 2014 über den Kindergarten berichtet.

Zum Beitrag in der WDR-Mediathek


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