SEPA - das sollten Sie wissen

SEPA (Single Euro Payments Area) ist der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum. Er besteht zurzeit aus 34 teilnehmenden Ländern, 28 EU-Länder, 4 EFTA-Länder, San Marino und Monaco. SEPA betrifft alle Kontoinhaberinnen und Kontoinhaber.

Das Wichtigste

In der SEPA werden Überweisungen SCT (SEPA Credit Transfer) genannt. Für Überweisungen mittels SEPA Credit Transfer benötigen Sie Ihre IBAN, sowie die IBAN und den BIC des Zahlungsempfängers. Bei innerdeutschen Überweisungen von Privatkunden wird zur Vereinfachung nur die IBAN des Zahlungsempfängers benötigt.

Für nationale und internationale SCT Überweisungen gilt die Gebührenteilung ("SHARE"-Regelung) und eine einheitliche Laufzeit von einem Arbeitstag. Tipp Informieren Sie Ihre Geschäftspartner rechtzeitig und nennen Sie bereits heute auf Ihren Briefbögen und in Ihrer E-Mail Signatur Ihre IBAN und Ihren BIC.

Wenn Unternehmen, Vereine oder Selbständige Lastschriften von Privatkunden einziehen, fallen diese Zahlungen unter die Regelung der SEPA-Basislastschrift, SEPA Direct Debit Core.

Die SEPA Basis Lastschrift (SEPA Direct Debit Core) ist

  • ein Lastschrifteinzug
  • eines "Nicht-Verbrauchers" (juristische Personen, Vereine, Selbständige)
  • von einem Verbraucher
  • in Euro
  • innerhalb der SEPA-Länder

Um eine SEPA Basis Lastschrift durchzuführen, benötigen Sie eine Gläubiger ID (engl. Creditor Identifier, kurz CI). Die Gläubiger ID wird kostenfrei von der Deutschen Bundesbank vergeben. Sie Können Ihre Gläubiger ID bei der Bundesbank beantragen.

Zum Antragsformular der Bundesbank

Eine SEPA Lastschrift wird durch ein sogenanntes Mandat autorisiert.

  • Eine autorisierte SEPA Basis Lastschrift kann vom Zahlungspflichtigen bis zu 8 Wochen nach Kontobelastung zurückgegeben werden.
  • Eine nicht autorisierte SEPA Basis Lastschrift kann vom Zahlungspflichtigen bis zu 13 Monate nach Kontobelastung zurückgegeben werden.
  • Als Zahlungsempfänger legen Sie dem Zahlungspflichtigen ein Mandat zur Unterschrift vor. Ein Beispiel für einen Mandatstext hat die Bankenorganisation "Deutsche Kreditwirtschaft" als PDF vorbereitet.
  • Bei grenzüberschreitenden Lastschriften ist das Mandat in der Landessprache des Zahlungspflichtigen oder in Englisch zu verfassen. Das European Payments Council hat Übersetzungen der Mandatstexte in verschiedenen Landssprachen zur Verfügung gestellt.
  • Der Zahlungspflichtige erteilt Ihnen das Mandat und ermächtigt Sie damit zum Einzug der Forderungen.
  • Sie senden dem Zahlungspflichtigen eine Voranzeige (Pre-Notification), zum Beispiel in Form einer Rechnung. Sofern nicht anders vereinbart, ist die Voranzeige 14 Tage vor Fälligkeit zu senden.
  • Sie übermitteln die Lastschrift-Daten rechtzeitig online an die GLS Bank.
  • Die GLS Bank leitet den Auftrag an die Bank des Zahlungspflichtigen weiter. Bei einmaligen Lastschriften und der ersten von Folge-Lastschriften muss die Übermittlung spätenstens 5 Bankarbeitstage vor Fälligkeit erfolgen. Bei Folgelastschriften bis spätestens 2 Bankarbeitstage vor Fälligkeit.
  • Die Bank des Zahlungspflichtigen belastet das Konto des Zahlungspflichtigen am Fälligkeitstag.

IBAN ist die Kurzform für International Bank Account Number.

Die IBAN in Deutschland ist leicht zu merken. Sie besteht immer aus dem Länderkennzeichen DE, einer 2-stelligen Prüfziffer, Ihrer bisherigen Bankleitzahl und Ihrer 10stelligen Kontonummer:

DE 21 430 609 67 8080808000

Sie müssen sich also neben Ihrer aktuellen Bankleitzahl und Kontonummer lediglich zusätzlich die zweistellige Prüfziffer merken. Ihre IBAN haben wir bereits auf Ihrem Kontoauszug vermerkt.

Zur Berechnung der IBAN gibt es im Internet durchaus zuverlässige IBAN-Rechner und IBAN-Konverter. Wenn Sie für Überweisungen oder Lastschriften die IBAN des Zahlungspflichtigen oder Zahlungsempfängers benötigen, vertrauen Sie bitte nur auf die Angaben der jeweiligen Bank, da die Konverter nicht für eventuelle Ausnahmeregelungen programmiert sind. 

Der BIC (Bank Identifier Code) ist die international eindeutige Kennung der Finanzinstitute, die am SWIFT-Netzwerk (weltweites Zahlungsverkehrsnetz der Finanzinstitute) teilnehmen. Der BIC hat immer elf Stellen und beinhaltet vierstellig einen Bankcode, danach zweistellig das Länderkürzel und zweistellig die Codierung des Ortes, sowie schließlich dreistellig einen Branchen- oder Filialcode.

Der BIC der GLS Bank lautet: GENODEM1GLS

IBAN-Konverter

Wenn Sie in einer eigenen Software Kontodaten verwalten, können Sie mit Hilfe unserer Umrechnungssoftware die Datenbestände der Kontonummern und Bankleitzahlen entsprechend IBAN und BIC ermitteln.

Die Berechnung können Sie für einzelne Zahlungspartner oder die gesamten Stammdaten durchführen. Für die Installation benötigen Sie ein Installationspasswort, dass Sie per formloser E-Mail an online-team@gls.de anfordern können.Die Software kann unter www.vr-iban-konverter.de heruntergeladen und installiert werden. Bitte beachten Sie, dass die Installation mit Administratorrechten durchgeführt werden muss.

SEPA für Geschäftskunden

Mit unserem interaktiven SEPA-Projektplaner planen Sie die einzelnen Schritte für die Umstellung Ihres Zahlungsverkehrs auf SEPA.

Ihre Eingaben können Sie speichern und später auch ändern.  Dafür müssen Sie sich lediglich einmal kostenlos registrieren. Darüber hinaus finden Sie in unserem SEPA-Projektplaner ergänzende Erklärungen, Vorlagen und vieles mehr. Wenn Sie alle Fragen beantwortet und Ihre Daten eingegeben haben, können Sie sich Ihren individuellen SEPA-Projektplan ausdrucken.

SEPA Projektplaner starten

Noch Fragen?

Die IBAN finden Sie auf der Rückseite Ihrer GLS BankCard, auf den Kontoauszügen und im Onlinebanking Portal (wählen Sie dafür in der Finanzübersicht hinter Ihrem Girokonto den Button "I" für Informationen). Die BIC der GLS Bank lautet GENODEM1GLS.

Wenn Sie die IBAN anderer Bankverbindungen berechnen oder die BIC anderer Banken suchen, so nutzen Sie doch einfach das kostenlose Angebot von www.iban-rechner.de.

Sepa-Überweisungen sind nur in Euro, ohne zusätzliche Weisung (z.B.eilig/telegrafisch), mit Entgeltteilung (share) innerhalb der EU-/EWR-Staaten und in die Schweiz/Monaco möglich. Übrige grenzüberschreitende Überweisungen sind Auslandsüberweisungen.

Eine SEPA-Basislastschrift kann innerhalb von acht Wochen nach Belastung an den Einreicher zurückgegeben werden, d.h. eine entsprechende Kontobelastung wird rückgängig gemacht. Ein Lastschrifteinzug ohne Mandat, d.h. eine unautorisierte Lastschrift, kann vom Zahler innerhalb von 13 Monaten nach der Kontobelastung zurückgegeben werden.

Bei der SEPA-Firmenlastschrift besteht keine Möglichkeit der Rückgabe der Lastschrift. Der Zahlungsdienstleister des Zahlers (Zahlstelle) ist verpflichtet, die Mandatsdaten bereits vor der Belastung auf Übereinstimmung mit der vorliegenden Zahlung zu prüfen.

Eine Mandatsreferenz sollten Sie nicht weiter verwenden, wenn ein Mitglied einem Mandat widersprochen hat. Diese Referenz ist womöglich bei der kontoführenden Bank gesperrt. Wenn Sie zum Beispiel die Mitgliedsnummer als Mandatsreferenz verwenden, sollten Sie diese erweitern, z.B. um einen Buchstaben oder dem Monat und Jahr des Mandats.

Ein Mandat verfällt erst 36 Monate nach Tätigung der letzen Buchung. Nicht das Datum der Unterschrift (Mandatserteilung) ist entscheidend, sondern das Fälligkeitsdatum der zuletzt gebuchten Lastschrift.

Ist ein Buchungstermin zum Beispiel aufgrund technischer Probleme nicht einzuhalten, ist eine neue Vorabbenachrichtigung mit der Mitteilung des neuen Belastungstermins nötig. Wenn Sie keine andere Frist (z.B. in den  AGBs) vereinbart haben, sogar 14 Tage vor dem nächsten Buchungstermin. Wir empfehlen daher, die Benachrichtigungsfrist zu verkürzen, z.B. in den Geschäftsbedingungen.

Sie können mit uns eine Vereinbarung über den Einzug der sogenannten SEPA-Eil-Lastschrift treffen. Dann können Sie - wenn die Konten Ihrer Zahlungspflichtigen bei deutschen Zahlungsverkehrsdienstleistern geführt werden -  die Vorlauffrist auf 1 Tag verkürzen.

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Thema Titel Wofür brauchen Sie das? Formulare und Infos
SEPA Info zur Umstellung auf SEPA-Lastschriften Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zur Umstellung auf SEPA. Download (pdf | 52 KB) (Letzte Aktualisierung - 04.09.2017)
SEPA Checkliste: SEPA-Basislastschrift für Vereine Mit der Checkliste stellen Sie Schritt für Schritt auf SEPA um. Download (pdf | 95 KB) (Letzte Aktualisierung - 18.07.2017)
SEPA EBICS Verarbeitung pruefen mit GLS eBank Profi Anleitung Download (pdf | 238 KB) (Letzte Aktualisierung - 12.09.2017)
SEPA EBICS Verarbeitung pruefen mit Profi cash Anleitung Download (pdf | 325 KB) (Letzte Aktualisierung - 12.09.2017)
SEPA Onlinebanking im Browser SEPA Lastschriften Download (pdf | 324 KB) (Letzte Aktualisierung - 12.09.2017)
SEPA Lastschrift- und Terminbestände mit GLS eBank und FinTS/HBCI Anleitung Download (pdf | 100 KB) (Letzte Aktualisierung - 12.09.2017)
SEPA Terminbestände mit Profi cash per FinTS/HBCI abrufen Anleitung Download (pdf | 110 KB) (Letzte Aktualisierung - 12.09.2017)
SEPA Terminbestand FinTS HBCI VR-NetWorld Software Anleitung Download (pdf | 194 KB) (Letzte Aktualisierung - 12.09.2017)