29.06.2018

GLS Bank stellt erste sozial-ökologische Online-Community vor

Bochum, 29.06.2018. Futopolis ist das neue digitale Angebot der GLS Bank. Es wird bei der Jahresversammlung an diesem Wochenende in Bochum 1.600 Gästen erstmals präsentiert. Thema in diesem Jahr: Wie lässt sich der gesellschaftliche Zusammenhalt sicherstellen?

In der digitalen GLS Bank Futopolis treffen sich Menschen, die nachhaltiges Leben gestalten wollen. Hier können sie gemeinsam zukunftsweisende Projekte umsetzen und ihr Wissen mit der Gemeinschaft der GLS Bank teilen. Herausragend sei die Datensicherheit, erläutert Aysel Osmanoglu, IT-Vorstand der GLS Bank: „Die Daten der Nutzer*innen werden bei uns nicht zur Ware und unter keinen Umständen verkauft. Wir verwenden keine Algorithmen, die Menschen analysieren. Alle entscheiden selbst, welche Beiträge sie mit wem teilen.“ Außerdem werden alle Daten auf mit Ökostrom betriebenen Servern in Deutschland gespeichert.

Kern der GLS Bank Futopolis ist die „Projektschmiede“, in der sich kreative Ideen für den Alltag, gemeinsame Aktionen oder auch Konzepte für mögliche Finanzierungen gemeinsam erarbeiten lassen. Hier treten Kunden*innen, Mitglieder, Unternehmen und Mitarbeitende der GLS Bank direkt in den Austausch. So wird durch Wissen, Debatten und Events gezeigt, wie sich sozial-ökologischer Wandel gestalten lässt. „Wer bislang dachte, er könne alleine nichts ändern – ist ab sofort nicht mehr allein“, sagt Osmanoglu, die Futopolis auch als eine Antwort auf Facebook und Co. sieht. Futopolis geht im Laufe dieses Sommers online. Für die rund 220.000 GLS Bank Kunden*innen ist der Zugang kostenlos.

Jahresversammlung: Was uns zusammenhält
Vorstandssprecher Thomas Jorberg spannt bei der Frage nach Zusammenhalt einen Bogen von den Anfängen der GLS Bank bis heute. Seit der Gründung ist gegenseitige Hilfe erklärtes Ziel. Wer bei der Genossenschaft Mitglied wird, tut dies in erster Linie mit Rücksicht auf den Geldbedarf anderer Mitglieder. Jorberg ist überzeugt: „Seit 44 Jahren leisten wir zu 100 Prozent einen positiven Beitrag für Gesellschaft, Umwelt und natürlich für unsere Mitglieder, Kundinnen und Kunden. Damit bleiben wir weiter Vorreiter für werteorientiertes Banking.“

Mit innovativen Finanzierungen weitet die GLS Bank ihr Engagement zudem weiter aus. Dazu gehört etwa giro-e, mit dem an E-Ladesäulen einfach mit Bankkarten bezahlt werden kann. Oder die Finanzierung von bezahlbarem Wohnraum als Gegenpol zur heftigen Mietpreisentwicklung. Auf der Jahresversammlung zeigt etwa das Mietshäuser Syndikat, wie es faire Mieten ermöglicht. Die GLS Bank ist der zentrale Partner für die Finanzierung.

Größtes Crowdinvesting startet heute
Im ersten Halbjahr hat die GLS Bank ihr Kreditgeschäft weiter ausgebaut, auf 3,15 Milliarden Euro. Die Einlagen der 220.000 Kunden*innen erreichen 4,28 Mrd. Euro. Das Volumen aus Bank-, Beteiligungs- und dem gemeinnützigen Stiftungsgeschäft liegt erstmals über sieben Milliarden Euro. Das liegt auch daran, dass die neuen Angebote der GLS Bank sich dynamisch entwickeln. So sammelt zum Beispiel die GLS Crowd für ihr bisher größtes Crowdinvesting-Projekt 1,7 Mio. Euro ein. Das Investment für die Bio-Pizza „Lizza“ startet heute auf gls-crowd.de. Der Ende 2015 aufgelegte Mikrofinanzfonds hat inzwischen bereits über 100 Mio. Euro von Anleger*innen erhalten, um Menschen weltweit Zugang zu Finanzdienstleistungen zu ermöglichen.