Ist die GLS Bank eine anthroposophische Bank?

Die GLS Bank wurde 1974 von Anthroposoph*innen gegründet. Als "anthroposophisch" hat sich die GLS Bank aber nie bezeichnet oder verstanden. Der GLS Gründer Wilhelm Ernst Barkhoff war beispielsweise auch langjähriger Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

Absicht war nicht, speziell anthroposophische Einrichtungen zu finanzieren. Vielmehr haben die Gründer*innen ideell an Rudolf Steiner angeknüpft. Das wird noch heute an dem "S" im Namen der GLS Bank deutlich, das für "Schenken" steht - die für Steiner wichtigste Geldqualität. Die Bank finanzierte und finanziert unterschiedliche freie Schulen, Öko-Bauernhöfe, Lebensgemeinschaften und Wohnprojekte, seit den 1980er Jahren außerdem erneuerbare Energien, Mobilität und weitere Unternehmen der nachhaltigen Wirtschaft.

Heute verbindet uns mit den GLS Kund*innen vor allem der Wunsch, sinnvoll mit Geld umzugehen. Die unterschiedlichen ideellen Hintergründe können u.a. anhand der Liste aller GLS Kredite nachvollzogen werden, die wir regelmäßig veröffentlichen. Gemeinsam finanzieren wir gesellschaftliche Transformation. Das entspricht aus unserer Sicht ganz den Intentionen der Gründer*innen der GLS Bank.

Viele unserer Kundinnen und Kunden sowie unserer Kolleginnen und Kollegen beziehen sich auf Rudolf Steiner, verschiedene Weltreligionen, linke Vordenker oder andere Schriften und Konzepte. Dabei treten regelmäßig Widersprüche auf, was beispielsweise hinsichtlich der linken Vordenker oder auch hinsichtlich Rudolf Steiner sinnvoller Weise immer wieder thematisiert wird.

Im Vortragswerk Rudolf Steiners gibt es einige Stellen, die wir als rassistisch einstufen.

Von diesen Aussagen distanzieren wir uns ausdrücklich. Diese Stellen werden heute auch von Anthroposoph*innen selbst als nicht erträglich eingestuft.