Carla Cargo Fahrradanhänger

Wer braucht schon einen Kofferraum?

Mehr Raum für die Menschen, weniger für die Autos. Dafür gibt es einen ausgefeilten Fahrradanhänger mit E-Motor.Die Idee hierzu hatte der Maschinenbauingenieur Markus Bergmann. Er ist Mitglied der GartenCoop Freiburg, einer Kooperative für solidarische Landwirtschaft, die immer donnerstags das frisch geerntete Obst und Gemüse an ihre 300 Mitglieder verteilt. Weil sie das mit Fahrrädern erledigten, war das echte Knochenarbeit. Das wollte Markus Bergmann ändern und begann zu tüfteln - abends und am Wochenende in einer kleinen Garage mit Opas altem Schweißgerät und viel Motivation.

Nach einem Jahr rollte der erste motorisierte Fahrradanhänger auf die Straße: knallgelb, mit Auflaufbremse und dem Namen Carla Cargo. Heute sind über 30 davon unterwegs, die bis zu 150 Kilogramm laden können, was dem Gewicht von neun Wasserkästen entspricht. Die Anhänger können dank des E-Motors sogar bequem mit der Hand gezogen werden, daher sind sie auch dort nutzbar, wo Fahrräder gesperrt sind. So transportieren die Carla Cargos Obst, Gemüse, Pakete, Marktstände, Bienenkästen, mobile Küchen und vieles mehr.

Auch die Firmenkundenbetreuerin Martina Hesse freut sich über den Erfolg: „Carla Cargo wurde zur richtigen Zeit entwickelt. Der Anhänger ist in den Innenstädten die perfekte Alternative. Denn oft sind die Wege kurz oder mit dem Auto nicht befahrbar.“ Inzwischen ist Carla Cargo Engineering in eine größere Montagehalle gezogen, wo ausreichend Platz ist zum Montieren und Weiterentwickeln. Außerdem wurden weitere Mitstreiter*innen angestellt, die sich mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen wunderbar ergänzen. „Alle motiviert das positive Feedback der Carla Cargo-Nutzer“, betont Markus Bergmann. „Die Fahrer der GartenCoop beispielsweise berichten uns, wie viel leichter, schneller und auch sicherer der Transport der Gemüsekisten geworden ist - und CO2 wird dabei auch noch eingespart.“

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Fotos: Hendrik Rauch

Stand: Juni 2017