Kinderladen Kindertraum

Kita mal anders

Im Kinderladen Kindertraum im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg werden derzeit 17 Kinder individuell betreut. Die Erzieherinnen und Erzieher orientieren sich an verschiedenen pädagogischen Konzepten und integrieren Bewegung, Kunst und Musik in den Kita-Alltag. Die GLS Bank finanzierte den Auf- und Umbau der Kindertagesstätte. Dirk Bücker Gründer und Vorstandsmitglied des Trägervereins erzählt über die Arbeit.

Der KiLa Kindertraum besteht nun seit zwei Jahren. Wie kam es zur Gründung?

Dirk Bücker: Wir haben seinerzeit keine freien Kita-Plätze für unsere Kinder gefunden. Daraufhin haben wir gemeinsam mit einem befreundeten Paar kurzerhand beschlossen, eine eigene Kita zu gründen. Wir hatten keinerlei Erfahrung in diesem Bereich, sahen für uns aber keine andere Möglichkeit, um Kita-Plätze zu bekommen. Auch aus heutiger Sicht würden wir es wieder so machen.

Was hat sich seit den Anfängen verändert?

Dirk Bücker: Die Gründungsphase war sehr intensiv. Wir haben in Rekordzeit eine Betriebserlaubnis durch die Landesbehörden erreicht. Heute hingegen steht der fröhliche, kindgerechte Alltag im Vordergrund.

Welches pädagogische Konzept verfolgt Ihre Einrichtung? Welche Werte wollen Sie den Kindern bei Ihrer Arbeit vermitteln?

Dirk Bücker: Das Motto unserer Erzieherinnen und Erzieher lautet: „Sage es mir, und ich vergesse es. Zeige es mir, und ich erinnere mich. Lass es mich tun, und ich behalte es.”

Neben der Kunst des aktiven Lernens verfügen die Kinder über die Kunst des Staunens und der Freude angesichts neuer Entdeckungen. Diese zu erhalten und zugleich mit neuen Erfahrungs- und Empfindungsmöglichkeiten zu verbinden, ist eine wichtige pädagogische Aufgabe.

Ausbau der Kita-Plätze, Kinderzuschlag, Elterngeld – familienpolitische Maßnahme werden in den Medien heiß diskutiert. Wie beurteilen Sie die derzeitigen staatlichen Rahmenbedingungen der Kinderbetreuung?

Dirk Bücker: Der seitens der Politik ausgerufene massive Ausbau der Kita-Plätze ist sehr begrüßenswert und am gesellschaftlichen Bedarf orientiert. Private Gründer, als ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der „Kapazitäten“, bleiben allerdings nach unseren Erfahrungen völlig auf sich allein gestellt.

Das signifikante private Risiko wird allerdings später reichlich belohnt durch Gestaltungsmöglichkeiten im Sinne der Kinder.

Was verbindet den KiLa Kindertraum mit der GLS Bank?

Dirk Bücker: Die GLS Bank hat uns einen einzigartigen Weg der Finanzierung ermöglicht. Wir konnten die Risiken der Gründungsphase über geteilte Bürgschaften gleichmäßig auf den Schultern aller Eltern verteilen. Weiterhin war die schnelle und effiziente Abwicklung der Finanzierungsvereinbarungen sehr wichtig für uns, da wir eine zeitlich sehr komprimierte Gründungsphase durchlaufen mussten.

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