Habito e.V.

Bunte Wohngemeinschaften

Louise Thiele hat im Rahmen der Blog Kooperative #glskoop die Habito e.V. für uns porträtiert.

Der Schweizer Hof in Heidelberg-Rohrbach, das Herzstück des Vereins, ist ein gemeinschaftliches Wohnprojekt und anerkanntes Mehrgenerationenhaus. Hier leben Menschen so bunt gemischt zusammen, wie das Leben selbst. Der Altersabstand beträgt etwa 80 Jahre, d.h. von etwa drei- bis 83jährigen ist hier jede und jeder willkommen. Inklusion spielt eine Rolle, aber auch alleinerziehende Mütter und ältere Menschen finden hier ein Zuhause. Und genauso Menschen mit Migrationshintergrund, Kinder oder Jugendliche.

Das Schöne am gemeinschaftlichen und inklusiven Zusammenleben ist, dass die Menschen mitten im Leben stehen und sich nicht abschotten. Neben den persönlichen Wohnräumen und Rückzugsbereichen stehen Bewohnern des Projekts, aber auch vor allem Besuchern aller Altersstufen die öffentlich zugänglichen Gemeinschaftsräume zur Verfügung. Diese werden für ganz verschiedene Veranstaltungen genutzt, so dass sich daraus ein buntes Programm ergibt: Filmabende, gemeinsames Kochen oder Gärtnern, aber auch Lesungen, Vorträge, Workshops, Tanz-, Yoga- und Sprachkurse finden statt. Geburtstage werden hier gefeiert und Kleinkinder treffen sich zum Spielen. Am offenen Mittagstisch kann jeder teilnehmen, für Musikbegeisterte gibt es einen hauseigenen Chor und die Band. Für die Jüngsten werden regelmäßige Kindertheateraufführungen veranstaltet, aber auch ein bald fertig gestelltes Spielzimmer ist im Kommen. Das Nachtcafé bietet älteren Menschen eine ansprechende Begleitung, während derer sich ihre pflegenden Angehörigen ein bisschen Freizeit und Ruhepause gönnen dürfen.

Nicht nur die Bewohner gestalten das bunte Treiben, sondern auch die Nachbarschaft nimmt daran teil. Es gibt z.B. ein offenes Café, in dem auch ein Flügel steht und auch typische Altersangaben z.B. für Veranstaltungen gibt es hier nicht. Gelebt wird bei habito ein ganz natürliches „Modell“, so normal wie möglich und wie es eben der Realität des Lebens ringsherum entspricht. Daher ist es den Verantwortlichen wichtig, dass z.B. auch prozentual nicht viel mehr Menschen mit Handicap in den Projekten wohnen als sie in der Gesellschaft vertreten sind. So entstehen attraktive Wohnmodelle für alle Menschen, die niemanden ausschliessen und in ihrer Vielfalt sich gegenseitig und die Nachbarschaft bereichern.

„Wir bringen Menschen zusammen, die sich sonst eher nicht begegnen würden, geben ihnen Gelegenheit, sich kennenzulernen und in Beziehung zu treten. So bauen wir Hürden ab und legen die Grundlage für ein generationenübergreifendes inklusives Miteinander.“

Lesen Sie den vollständigen Beitrag auf dem GLS Bank-Blog.

Foto: Louise Thiele

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