Albert Kolbe Heim

Häuser der Gemeinschaft, Begegnung und Bewegung

Ein Altenheim als Haus der Bewegung?

Auch das ist möglich, wie die immer wieder stattfindenden Tanzcafés im Heimbach-Haus in Kassel zeigen. „Dienstag haben wir mal wieder das Tanzbein geschwungen. Vielleicht haben Sie sich schon mal gefragt, warum uns die Tanzcafés eigentlich so wichtig sind? Das Tanzcafé ist eine Gelegenheit bei der das ganze Haus zusammenkommt, aber anders als beim gemeinsamen Grillen, kommen wir hier in Bewegung! Wer uns einmal dabei erlebt hat, weiß, zu was wir noch fähig sind“, berichtet die Heimleiterin, Heike Schaumann.

Hausgemeinschaften Am Heimbach  – ein lebendiger Ort

Im Heimbach-Haus leben an Demenz erkrankte Menschen in Hausgemeinschaften, in drei Gruppen mit 12 bis 14 Personen. Das Leben in kleinen Gruppen wird besonders durch die Bauweise des 2007 erbauten Hauses unterstützt. So führen von den Einzelzimmern der Bewohner Flure zu einem zentralen, in der Mitte gelegenen Wohnbereich. Sowohl diese Architektur, als auch die Arbeit in familienähnlichen Strukturen und festen Tagesabläufen sollen den Bewohnern Halt geben. Das Pflegepersonal versucht mit den Bewohnern eine Beziehung aufzubauen und mit ihnen eine Gemeinschaft zu gestalten. Oft ist dies eine Hilfe gegen die in der Krankheit vorhandene Isolation. So wichtig die Gemeinschaft ist, so hat jeder Bewohner auch sein Einzelzimmer als Rückzugsort. Das Heimbach-Haus will ein lebendiger und offener Ort der Begegnung sein, in dem die Menschen gerne leben und in dem die Familien bzw. Angehörigen mit eingebunden werden.

Sympathisches Miteinander im Stadtteil

„Wehlheiden ist eigentlich ein altes Dorf und wir passen als kleine Einrichtung gut dazu. Also die Leute, ob dement oder nicht, sehen uns als ihr Altenheim. Nicht weil alle bei uns einziehen wollen, sondern weil sie es als lebendigen sympathischen Ort erleben. Im Sommer gehen viele Nachbarn vorbei und sehen uns auf der Terrasse sitzen und setzen sich dazu, was eher ungewöhnlich ist, da sonst mit Altenheimen eher gefremdelt wird… “, beschreibt Heike Schaumann die Eingliederung des Heims in den Kassler Stadtteil Wehlheiden.

Albert-Kolbe-Heim: Menschlichkeit und Wohlfühlfaktor

Zum gleichen Träger, dem Sozialwerk der Christengemeinschaft e.V., gehört das Albert-Kolbe-Heim, das ebenfalls im Kasseler Stadtteil Wehlheiden liegt. Das Albert-Kolbe-Heim wurde 1967 für maximal 48 Bewohner erbaut. Die Idee zum Bau eines Ortes, einer Stätte für die Menschen aus dem Stadtteil entstand durch die Christengemeinschaft und die anthroposophischen Gemeinde. Heute kommen die Menschen nicht mehr nur wegen der anthroposophischen Philosophie, sondern ziehen auch oft wegen der Nähe zu ihren Kindern oder zu anderen Verwandten nach Kassel.

Im Albert-Kolbe-Heim versucht das Pflegepersonal sich auf die Individualität der Menschen einzulassen, auch wenn dies im Alltag oft schwer ist. Die Mitarbeiter bemühen sich um Menschlichkeit, die Bewohner sollen sich zu Hause fühlen. Das Albert-Kolbe-Heim soll nicht als letzte Wohnstätte, sondern als ein echtes zu Hause gesehen werden.

Langjährige Geschäftsbeziehung

Die Zusammenarbeit mit der GLS Bank entstand ursprünglich durch die Verbindung zur Anthroposophie. Bereits in den 90er Jahren finanzierte die GLS Bank eine neue Heizungsanlage, 2007 kam dann der Neubau des Heimbach-Hauses hinzu und 2011 die Sanierung des Albert-Kolbe-Heims

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Fotos: GLS Bank Archiv