Blower-Door-Test
Mit diesem Test wird die Luftdichtigkeit der Gebäudehülle gemessen. Dabei erzeugt ein Gebläse eine Luftdruckdifferenz zwischen dem Gebäudeinnern und der Außenluft. Der Maßstab ist die Luftwechselrate nL50 - angegeben in 1/h. Sie gibt die Luftmenge an, die im Verhältnis zum Volumen des Hauses durch Undichtigkeiten pro Stunde nachströmt. Vorbildlich dichte Bauten haben nL50-Werte zwischen 0,2/h und 1,5/h.
Energieeinsparverordnung EnEV
Die EnEV wurde 2004 novelliert. Sie ersetzt zwei bisher geltende Verordnungen: die Wärmeschutzverordnung 95 (Bautechnik) und die Heizanlagentechnik (Anlagentechnik). Die EnEV legt den maximalen Energieverbrauch von Neubauten fest und gibt ebenfalls Anforderungen für größere Modernisierungsmaßnahmen wie die Erneuerung von Wänden, Fenstern und Dach oder den Einbau einer neuen Heizungsanlage vor. Kenngröße der EnEV ist der Jahres-Primärenergiebedarf. Berechnet wird die Energiemenge, die für Beheizung und Warmwasserbereitung eines Gebäudes benötigt werden. Einbezogen werden dabei die Verluste bei der Umwandlung z.B. von Rohöl in Raumwärme. In die Errechnung des Jahres-Primärenergiebedarfes werden also sowohl der Jahres-Heizwärmebedarf als auch die Anlagentechnik mit einbezogen. Die wesentlichen Ergebnisse der Berechnung sind für Neubauten in einem Energiebedarfsausweis zusammenzustellen.
Niedrigenergiehaus (NEH)
Niedrigenergiehäuser zeichnen sich durch einen besonders niedrigen Heizwärmebedarf aus. Erreicht wird dies durch ein Gesamtkonzept aus energiesparender Heiztechnik, einer optimalen Wärmedämmung, Vermeidung von Wärmebrücken, der Luftdichtigkeit der Gebäudehülle, eine kontrollierte Be- und Entlüftung, die Nutzung erneuerbarer Energien sowie der passiven Sonnenenergie. Eine genaue Festlegung des Heizwärmebedarfs von NEH gibt es nicht.
Passivhaus
Das Passivhaus ist die konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses mit einem besonders niedrigen Heizwärmeverbrauch (unter 15 kWh/m2a). Erreicht wird dies u.a. durch einen besonders guten Wärmeschutz (Gebäudehülle inklusive Fenster und Fensterrahmen), Südorientierung des Gebäudes und dadurch passive Nutzung der Sonnenenergie, schattenfreie Lage, kompakte Bauweise, Luftdichtigkeit des Gebäudes, passive Vorerwärmung der Frischluft durch das Erdreich und Rückgewinnung der Wärme durch Wärmetauscher. Ein Passivhaus hat kein aktives Heizungs- und Klimatisierungssystem.
Primärenergie
Bezeichnung für die Energiemenge, die bei der Herstellung von Versorgungsenergie (Strom, Wärme, etc.) eingesetzt werden muss. Bei Strom z.B. kommen nur 30 % der eingesetzten Energie bei der Verbraucherin bzw. beim Verbraucher an. Die restlichen zwei Drittel gehen als ungenutzte Abwärme in die Luft.
PVC
Polyvinylchlorid ist eine Verbindung aus Chlor und Kohlenstoff. Es findet sich in vielen Baumaterialien wie Rohren, Kabelummantelungen und Bodenbelägen. Chlorierte Kohlenstoffe gefährden sowohl bei der Herstellung als auch bei Anwendung und Entsorgung die Gesundheit des Menschen und die Umwelt. Chlor kann das Nervensystem schädigen und gilt als krebserregend. Mittlerweile gibt es für annähernd alle Baumaterialien Alternativprodukte zu vergleichbaren Preisen.
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