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Bauckhof: gut zu Tieren, gut zur Natur

Hühnerhalter aus Leidenschaft: Carsten Bauck

Die drei Demeter-Bauckhöfe Klein Süstedt, Amelinghausen und Stütensen in der Lüneburger Heide zeigen, wie eine gemeinschaftliche, nachhaltige und ökologische Landwirtschaft erfolgreich arbeiten kann.

Pionier der biologisch-dynamischen Landwirtschaft

Pionier Eduard „Opa“ Bauck stellte 1932, lange bevor „bio“ und „öko“ im Trend lagen, seinen Hof in Klein Süstedt auf biologisch-dynamische Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung um. Aus Verantwortungsgefühl gegenüber den Menschen und der Schöpfung. Mit dem Einstieg der fünf Kinder in den 1960er Jahren wurden eine Vielzahl von Demeter-Betrieben und andere zukunftsweisende Unternehmen entwickelt, darunter eine Molkerei, eine Bäckerei, eine sozialtherapeutische Einrichtung, Hofläden und eine Naturkostlinie.

Gemeinnützigkeit sichert die Zukunft

Die drei Höfe haben die Baucks 1969 aus Privateigentum in das Eigentum der gemeinnützigen Landbauforschungsgesellschaft Sottorf mbH (LBFG) überführt. So können sie nicht mehr vererbt und nicht mehr verkauft werden. Die Bewirtschaftung nach Demeter-Richtlinien ist festgeschrieben. Ein Beirat aus acht Personen – darunter Professoren und Banker - trifft sich sechs Mal im Jahr und wacht ehrenamtlich über die Geschäfte.

Zukunftsfähige Betriebskonzepte

Im Schweinestall

Heute sind auf den Bauckhöfen insgesamt rund 200 Menschen beschäftigt, darunter auch Carsten Bauck aus der dritten Bauck-Generation. Er ist auf Klein Süstedt aufgewachsen und kehrte 2002 zurück, nachdem er zunächst verschiedene andere Jobs u.a in sozialtherapeutischen Einrichtungen und auch auf konventionellen Bauernhöfen ausprobiert hatte. Damals war klar, dass der Hof in Klein Süstedt ein neues Betriebskonzept benötigte. Gemeinsam entschied man sich für die Tierhaltung. Zu den Bullen und Schweinen kam Geflügel.

Gutes Leben für die Tiere

Küken

Die Hofgemeinschaft entschied sich für mobile Hühnerställe, die man leicht auf neues Gelände umziehen kann. So haben die Tiere stets ihren natürlichen Gewohnheiten entsprechend Mutterboden unter den Füßen. Sobald die Grashalme gezupft sind, wird der Stall weitergeschleppt. Zurück bleibt, eine vom Kot der Tiere ausreichend gedüngte Fläche, die sich nun erholen kann. Große Auslaufflächen und ein schützender „Wintergarten“ sorgen für maximalen Komfort der Tiere. „Sie sollen ein gutes Leben führen“, erklärt Carsten Bauck. Dazu gehört auch, dass die Familien, die die Bauckhöfe bewirtschaften, einen Auswegaus dem Dilemma mit den männlichen Küken von Legehennen sucht. Üblicherweise werden diese kurz nach dem Schlüpfen getötet, weil sie nicht wie Masthähnchen schnell Fleisch ansetzen, das dann gewinnbringend verkauft werden kann.

Die Hühner haben viel Auslauf

Im Herbst startet deshalb ein Projekt, bei dem die Eier 4 Cent teurer verkauft werden, damit die „Brüdertiere“ von Legehennen am Leben bleiben können. „Letztendlich entscheiden die Verbraucherinnen und Verbraucher“, meint Carsten Bauck. Diese erfahren auch sonst einiges über das Hühnerleben. Mehrere Webcams in den Ställen sowie in der Schlachterei sorgen für maximale Transparenz. „Wer Fleisch isst, sollte wissen, wie die Tiere leben, aber auch, dass der Tod dazu gehört“, sagt Bauck.

Langjährige Geschäftsbeziehung

Seit 1977 finanziert die GLS Bank die Entwicklung der Bauckhöfe. Auch zur GLS Treuhand gibt es langjährige Beziehungen. So unterstützte zum Beispiel der Tierzuchtfonds das Projekt „Zweinutzungshuhn“.

Die GLS Bank freut sich über die Zusammenarbeit mit den Bauckhöfen. Sie verbinden Ökonomie und Ökologie und verfolgen ein ganzheitliches, nachhaltiges Konzept. Dazu zählen neben Demeter-Landwirtschaft, Verarbeitungs- und Vermarktungsprojekte, umweltfreundliche Energiekonzepte und gemeinschaftliche Lebens- und Arbeitsformen. Das sind auch genau die zukunftsweisenden Bereiche, die von der GLS Bank finanziert werden, um so Geld sinnvoll einzusetzen und die Gesellschaft nachhaltig zu gestalten.

Nur möglich durch Eigenkapital

Machen Sie´s gut! Werden Sie Mitglied.

Die Kredite an den Bauckhof wurden ermöglicht durch Geldanlagen der GLS Kundinnen und -Kunden, vor allem aber durch Mitglieder der GLS Bank. Denn die Anteile der Mitglieder gelten als Eigenkapital. Dieses ist die notwendige Voraussetzung dafür, dass überhaupt Kredite vergeben werden können. Mehr Mitgliedsanteile bedeuten mehr Kredite für sinnvolle Unternehmen.

Weitere Informationen

Internetseite der Bauckhöfe

GLS Mitglied werden

Tierzuchtfondsprojekt Zweinutzungshuhn