WAZ, 21.10.2011, Thomas Schmitt im Interview mit Thomas Jorberg
Schmitt: "Eine Forderung der Protestler lautet: Banken müssen stärker reguliert werden."
Jorberg: "Das Kerngeschäft - Einlagen von Kunden rein, Kredite raus – ist völlig unproblematisch. Selbst Investmentbanking kann hoch sinnvoll sein, wenn es darum geht, die Realwirtschaft mit Eigenkapital zu versorgen. Aber alle Produkte, die nachweislich nicht der Realwirtschaft dienen und das Potenzial haben ihr zu schaden, müssten verboten werden. Ist es nicht schrecklich, dass es als Erfolg gefeiert wird, wenn man auf die Insolvenz von Staaten wetten kann? Oder wenn mit Weizen spekuliert wird? Ich kann die Empörung auf der Straße gut verstehen. Diese Geschäfte nützen niemandem außer abstrakt Geld mit Geld zu machen."