Süddeutsche Zeitung, 12.01.2009, Caspar Dohmen
<< Vor drei Jahren sah die Finanzwelt noch anders aus. Münch arbeitet damals noch nicht für die GLS, sondern für die Dresdner Bank – allerdings mit zunehmendem Unbehagen. Den bodenständigen Mann, der im Nordschwarzwald aufgewachsen ist, störte es gewaltig, wie sich sein Job als Bankberater veränderte. Menschen beschäftigten sich immer aggressiver mit dem Thema Geld, sagt er. Münch spürte dies doppelt: Die Kunden verlangten ebenso wie sein Arbeitgeber immer höhere Renditen. So waren die Berater angehalten, die Depots der Kunden regelmäßig umzuschichten, egal, ob es sinnvoll war oder nicht. Ausschlaggebend waren die Provisionen welche die Bank bei der Umschichtung einstreichen konnte. >>